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Fußball, Piratenflagge und Funiño

Trainieren unter der Piratenflagge – das war Ende vergangener Woche wieder in Gnarrenburg angesagt. 71 Kinder im Alter von 6 bis 13 Jahren, darunter 16 Mädchen, nahmen an der Fußballschule des FC St. Pauli teil. Das „Rabauken“- Camp hatte der TSV Gnarrenburg zusammen mit der Gemeinde zum 5. Mal im Rahmen des Ferienprogramms an die Dahldorfer Straße geholt.
Das schlechte Wetter am Wochenende war auch in Gnarrenburg das beherrschende Thema. Und der Dauerregen am Freitag hätten den jungen Kickern fast einen dicken Strich durch den Fußballspaß gemacht. Riccardo Camü, zusammen mit Jugendobmann Andreas Tietjen Cheforganisator beim TSV Gnarrenburg, bewies allerdings Improvisationsgeschick und organisierte kurzerhand die Turnhallen in Kuhstedt und Brillit. „Dafür können wir uns bei ihnen und der Gemeinde nur bedanken“, sagte St. Pauli Campleiter Mariusz Kaminski, der das Freitag Training somit ins Trockene verlegen konnte.
Das war nicht das einzige Lob der Hamburger für die Gnarrenburger. „Hier läuft das wirklich toll, weil wir so viele Helfer vom Verein haben, die sich um vieles kümmern“, sagte Kaminski, der sich somit zusammen mit seinen sechs Trainerkollegen ganz auf den sportlichen Bereich konzentrieren konnte. Und hier hat der Zweitligist aus der Hansestadt ein klares Konzept. Wie bei seinen jüngsten Vereinsteams, die nicht am Spielbetrieb teilnehmen, stand beim dreitägigen Camp der „Drei-gegen-Drei-Minifußball“ im Fokus. Beim so genannten Funiño wird in Kleingruppen auf vier kleine Tore gespielt. Hier ist häufiger Ballbesitz garantiert. Es werden – neben den technischen Fertigkeiten – die zur Spielintelligenz gehörende Wahrnehmungsfähigkeit,
die Analyse von Spielsituationen, die Antizipation, die Spontanität, Phantasie und Kreativität geweckt und Schritt für Schritt entwickelt. Die Kinder sind bei dieser Spielform ständig visuell, gedanklich und körperlich gefordert.
Weitere Schwerpunkt der „Rabauken-Schule“ sind Ballschulung, Dribbling, Passen, Koordination aber auch die Schulung des Sozialverhaltens. Außerdem werden die Torhüter gezielt geschult; in Gnarrenburg waren gleich 13 Keeper dabei. Und was bei den Jungen und Mädchen gut ankommt: St. Pauli schickt zu seinen Fußballschulen überwiegend junge Trainer. „Die sind echt cool“, brachte es einer der jungen Kicker auf den Punkt.
Höhepunkt des Camp-Wochenendes ist traditionell die Mini-WM. Die fand am Sonntagnachmittag – nach einem Mittagessen mit Hotdogs und Milchprodukten – dann bei sonnigem Wetter vor den Augen von vielen Eltern und Großeltern statt und belohnte die fleißigen Fußballzwerge für ziemliche feuchte Tage.
Mit den Profis ins Stadion
Zum Abschluss des Wochenendes fieberten die Kinder einer speziellen Verlosung entgegen. Zwölf Teilnehmer werden demnächst nach Hamburg fahren und dürfen bei einem noch zu bestimmenden St. Pauli Heimspiel der neuen Saison als Einlaufkinder zusammen mit den Profis der Zweitligamannschaft im Millerntor Stadion auflaufen: Fero Allers (7) aus Hambergen, Neele Grantz (6) aus Gnarrenburg, Jannis Tienken (6) aus Bremervörde, Joris Oetjen (8) aus Sandbostel, Bennet Hesse (10) aus Selsingen, Kjell Homburg (10) aus Gnarrenburg, Jonas Postels (10) aus Selsingen, Mathis Könke (7) aus Gnarrenburg, Tine Wärner (7) aus Beverstedt, Amiro Blanken (8) aus Brillit, Jakob Noé (8) aus Beverstedt und Bennet Voß (9) aus Ohrel.

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