Meisterleistung im TSV Gnarrenburg- Ralf Adam trägt nun den zweiten Schwarzen Gürtel

Im Karate gilt der Schwarze Gürtel nicht als Ziel, sondern als Anfang auf dem Weg eines Meisters.  Auf dem 1. Dan  folgt der 2. Dan, zu welchem höhere technische Perfektion und ein tieferes Verständnis für das Karate gefordert wird. Ralf Adam vom TSV Gnarrenburg stellte sich vor Kurzem dieser Prüfung zum zweiten Meistergrad im Karate und ist nun Träger des 2. Dan.

Ralf Adam ist Psychologe und Psychotherapeut mit eigener Praxis. Durch sein Psychologiestudium und seiner Weitebildung zum Therapeuten hat er also eine der längsten und umfangreichsten Berufsausbildungen absolviert, die es gibt. Fleiß, Durchhaltevermögen und Fokussierung auf das Ziel sind dem 43 jährigen Gnarrenburger daher nicht fremd. Eigenschaften, die ihm auch bei der Prüfung zum zweiten Dan sehr gelegen kamen. Seine Prüfung  legte Ralf Adam in Rekordzeit ab. Erst vor zwei Jahren bestand er die Prüfung zum ersten Dan. Das bedeutet, dass er sich quasi vier Jahre lang in „Dauervorbereitung“ mit zwei bis vier Trainingseinheiten pro Woche befand. Eine ungewöhnliche Leistung, die noch dadurch hervorgehoben wird, dass er erst spät, mit Anfang Dreißig, mit dem Karatetraining angefangen hatte.  

Die Prüfung selbst dauerte 90 Minuten und fand vor einer mehrköpfigen Bundesprüfungskommission in Bremen statt. Die erste Hälfte der Prüfung bestand aus der Demonstration von Grundtechniken ohne Partner. Hierbei war sowohl Kondition als auch Konzentration gefordert, denn die Prüflinge kamen auf über1000 Wiederholungen  unterschiedlicher Schlag-, Stoß- ,Tritt-, Block- und Sprungtechniken. Alle Techniken mussten unter den strengen Blicken der Prüfer mit höchster Dynamik und stets gleicher Präzision demonstriert werden. Im zweiten Teil wurden dann die Katas, eine festgelegte Abfolge von Techniken gegen mehrere imaginäre Gegner geprüft. Hierbei kam es vor allem auf Balance, Rhythmus und Explosivität an. Zum Schluss  waren dann an den unterschiedlichen Übungen am Partner noch einmal volle Aufmerksamkeit, auf Japanisch „Zanshin“ gefordert.  Die Prüflinge hatten unter Aufwendung voller Energie, Angriffs- wie Verteidigungssituationen zu demonstrieren ohne den Übungspartner dabei zu verletzen. Eine Besonderheit in dem in Gnarrenburg betriebenen „Wadokai“ Stil: Hierbei kamen auch Fußfeger, Hebel und Wurf Techniken zur Anwendung, die es so in anderen Karate Stilen nicht gibt.

Abteilungsleiter Sascha Ryll:

    •           „Wir sind in Gnarrenburg stolz auf die seitJahren hohe Qualität unserer Karate-Trainerinnen und Trainierenden. Ralf Adam steht für diese Tradition, daher sind wir auch sehr stolz auf ihn!“