Jan Meinke 4. Dan

Prüfung bestanden: Jan Meinke Träger des 4. Dan

In der Gnarrenbuger Karate- Abteilung tut sich was!  Auch wenn coronabedingt der Sportbetrieb über Monate heruntergefahren werden musste, und wegen des Clusters in Karlshöfen aktuell ruht, zeigten die Gnarrenburger Karateka wieder einmal, dass der TSV zu den großen Kampfkunst-Zentren in der Region gehört! Vor  Kurzem bestand  Jan Meinke  in Bremen die Prüfung zum 4. Dan im Karate. Damit gehört er zu den höchstgraduierten Karateka im Elbe und Weser Raum.

Jan Meinke begann bereits 1982 mit Karate. 1988 war er dann der erste Gnarrenburger Karateka, der die Prüfung zum Schwarzen Gürtel (1. Dan) bestand. Diese legte er damals noch bei dem legendären japanischen Gromeister Teruo Kono Hanshi ab. Der Schüler von Werner Buddrus, 7. Dan, gründete 1991 zusammen mit dem Hesedorfer Frank „Tex“ Obermüller die Karateabteilung des TSV Bremervörde, in der er noch heute als Prüfer tätig ist. 1994 zog Meinke nach Mainz, um dort an der Sporthochschule ein Studium zum Diplomsportlehrer zu absolvieren.

Nach einigen Jahren als selbstständiger Fitnesstrainer absolvierte er noch einmal ein zweites Studium zum Lehramt (Sport, Geographie, Physik), zog vor zehn Jahren wieder zurück in seine alte Heimat Bremervörde und nahm sofort wieder das Karatetraining beim TSV Gnarrenburg auf. 2011 wurde er dann sogar  zweifacher Landesmeister, einmal mit dem Gnarrenburger Herrenteam und  einmal im Einzel in der Klasse Ü 40. Sport spielt im Leben des Bremervörders eine überaus wichtige Rolle. Jan Meinke gehört zu den Menschen, die sich einfach jeden Tag bewegen müssen, und die dabei stets an ihre Grenzen gehen. Auch mit Anfang 50 betreibt er nahezu jeden Tag Krafttraining und Cross-Fit -Training. Was Kraft und Geschwindigkeit angeht, machen ihm daher selbst deutlich jüngere Karateka nichts vor. Außer mit Karate beschäftigt er sich seit Jahren außerdem auch mit Boxen und Kick- Boxen. Neben seiner Arbeit als Lehrer an der Oberschule in Bad Bederkesa gibt er Fitness- und Präventionskurse in einem Bremervörder Fitnesstudio und arbeitet als Co-Trainer mit dem international erfolgreichen Kickboxer Malte Hosten aus Oerel. Nichts desto Trotz war die 90  Minütige Prüfung zum 4. Dan eine ganz besondere Herausforderung. Auf Grund des Corona Shut-Downs konnte Meinke  monatelang nur alleine und im Privaten trainieren. Und auch die  90 minütigen Prüfung  selbst hatte einige besondere Herausforderungen parat. So durften die Partnerübungen Corona bedingt nicht mit Partner sondern nur als „Schattenboxen“  ausgeführt werden. Für Meinke, der einen sehr körperlichen und kämpferischen Karatestil pflegt, eher ein Unsicherheitsfaktor. Am Ende konnte er die Prüfungskommission jedoch voll  von sich überzeugen und das Diplom zum 4. Dan entgegennehmen.

Schwarzgurtprüfung im Kobudo

Ein großer Moment für die Kampfsportler Werner Buddrus und Hans Günter Krauskopf vom TSV Gnarrenburg. Beide haben im thüringischen Nordhausen die Prüfung zum Schwarzen Gürtel, dem 1. Dan, bestanden und gehören nun bundesweit zu den wenigen „Meistern“ in dieser Kampfkunst.

Das Angebot  von Kampfsportarten ist heutzutage so vielfältig wie nie. Ständig scheinen neue Trends zu entstehen, bei denen Tradition und Moderne auch schon einmal  wild durcheinander geworfen werden. So locken Fitnessstudios  mit  Mischungen aus Kampfsport und Aerobic, und in vielen Teilen der Welt sind „Mixed Martial Arts“ inzwischen sogar beliebter als das altehrwürdige Boxen.  Werner Buddrus und Hans-Günter Krauskopf vom TSV Gnarrenburg gehen hingegen einen anderen Weg. Sie besinnen sich lieber auf eine alte, fast in Vergessenheit geratene Kampfkunst:  Kobudo, oder auch genauer „Ryuky Kobudo Tesshinkan Kyo Kai“, die Kampfkunst der traditionellen Bauernwaffen von Okinawa.

  • Werner Buddrus und Hans-Günter Krauskopf sind Kampfsportler aus Leidenschaft. Beide betreiben seit Jahrzehnten Karate, Buddrus ist als Inhaber des 7. Dan sogar einer der höchstgraduierten Karateka in Deutschland. Karate und Kobudo haben  eine gemeinsame Entstehungsgeschichte. Buddrus und Krauskopf verstehen ihr Kobudo Training daher auch als Ergänzung zum modernen Karate, welches in seiner heutigen waffenlosen Form erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts enstanden ist. Der Vorläufer des Karate wurde immer auch zusammen mit waffenartigen Gegenständen trainiert, welche die Bewohner von Okinawa zuvor aus Alltagsgegenständen umfunktioniert hatten. Schließlich galt es auf den entlegenen Inseln um Okinawa, sich wirksam gegen Überfälle von außen zu verteidigen. Metall war knapp, und so war Einfallsreichtum gefragt. Eine Dreschflegel wurde zum „Nunchaku“ und ein Stock zum „Bo“. Das „Tonfa“, ein kurzer Stock mit rechtwinklig angebrachtem Griff,  wurde ursprünglich als Handkurbel für Mühlsteine verwendet.

Was nach Außen etwas altertümlich wirkt, hat für Buddrus und Krauskopf jedoch eine ganz eigene Faszination. „Es geht uns darum unsere Kampfkunst komplett zu machen und sie in ihrer ursprünglichen Bandbreite zu verstehen.“, so Krauskopf. Hierzu passt es auch, dass sich beide bereits seit Jahren mit Kyusho-Jitsu, dem alten Wissen um die Nervendruckpunkte beschäftigen. Auch diese sehr alte Kampfkunst wird im modernen Sportkarate nicht mehr gelehrt, und nur sehr wenige Karatemeister wie Buddrus und Krauskopf verfügen heutzutage über die entsprechenden Fachkenntnisse.

Viele Bewegungen im Kobudo ähnelten denen im Karate, da man im Prinzipien die Kobudo-Waffen einfach als Verlängerung des eigenen Körpers verstehen könne. Doch selbst für zwei erfahrene Karateka wie Werner Buddrus und Hans-Günter Krauskopf ist die Prüfung zum Kobudo- Schwarzgurt alles andere als ein Spaziergang gewesen. Da war Millimeterarbeit gefragt, und ein einziger Ablauffehler hätte zum Durchfallen der Prüfung geführt. Daher hatten sich beide nicht nur monatelang im heimischen Dojo, sondern auch bei Kobudo-Experten in Hamburg und Thüringen vorbereitet. Der Weg hat sich gelohnt. Beide sind davon überzeugt, dass sie  ein tieferes Verständnis für viele Bewegungsabläufe erwerben konnten, welches sich auch auf das Karate übertragen ließe: „Es ist erstaunlich, wieviel Energie noch einmal aus selbst kleinsten Hüftrotationen gewonnen werden kann.“  so Werner Buddrus. Neben dem technischen Prüfungsanteil, der unser strengen Corona-Schutzbestimmungen stattfand, mussten sich die beiden Prüflinge übrigens auch einem theoretischem Prüfungsanteil zur Geschichte Okinawas und dem deutschen Waffenrecht stellen.  Ob die Kobudo Waffen, wie immer wieder gerne behauptet, tatsächlich aufgrund historischer Waffenverboten auf Okinawa endstanden sind, gilt inzwischen übrigens als umstritten. In Deutschland jedenfalls sind nicht alle Waffen erlaubt. Und so ist, wie bereits vor Jahrhunderten auf Okinawa, eben auch heutzutage wieder Einfallssreichtum gefragt! Anstelle eines Nunchakus muss dann eben ein dickes Tauende zum trainieren reichen.

Karate Prüfung in Corona Zeiten

Die Corona-Krise hat in diesem Jahr überall den Sportbetrieb für Monate lahmgelegt. Auch das Karatetraining beim TSV Gnarrenburg musste lange Zeit ausfallen. Seit einigen Wochen darf wieder  trainiert werden. Zunächst nur als Freilufttraining, später dann in den Turnhallen.  Dabei musste ständig der Sicherheitsabstand eingehalten werden.  Übungen am Partner  waren zwar erst wenige Tage vor der Prüfung wieder erlaubt worden, jedoch hatten die Prüflinge keine Zeit gehabt, sich mit entsprechend mit Partner vorzubereiten. Alles in allem also keine idealen Trainingsbedingungen. Trotzdem stellten sich kurz vor der Sommerpause (letzten Freitag) drei Gnarrenburger Karateka erfolgreich der besonderen Herausforderung einer vollkommen kontaktlosen Karateprüfung!

Die Grundtechniken zu demonstrieren, stellte dabei das geringste Problem dar. Was viele nicht wissen: Der Großteil der Karateübungen ist eine reine Bewegungsschule und wird ohne Partner durchgeführt. Gleiches gilt hier für die Kata, dem traditionellen Formenlauf im Karate. Hier lag die größte Schwierigkeit, bedingt durch das monatelange Trainingsdefizit,  im Bereich Kondition.  Schließlich sollen alle Techniken, die mit Hand, Fuß, Knie oder Ellenbogen ausgeführt werden, am Ende sowohl technisch sauber als auch dynamisch ausgeführt werden. Bereits zur Halbzeit hatten demnach alle Teilnehmer bereits gehörig Pulsschlag! Kniffelig wurde es bei den Partnerübungen. Partnerübungen ohne Partner sieht erst einmal schon seltsam aus. Diese aber so zu demonstrieren, dass  Ablauf, Inhalt und Sinn der Übungen auch ohne Partner deutlich wurden,  war für die Prüflinge  extrem irritierend und sehr schwer umzusetzen. Gerade beim in Gnarrenburg betriebenen Wadokai Stil gibt es viele sehr anspruchsvolle Partnerübungen. Auch für  Prüfer  Sascha Ryll war dies die ungewöhnlichste Prüfung seiner fast 20 jährigen Prüfer-Laufbahn. Trotzdem durften am Ende  alle drei Teilnehmer ihre Urkunden entgegen nehmen, und  nun mit Stolz den neuen Gürtel zum weißen Karate-Anzug tragen.

Werner Buddrus erhält Goldene Ehrennadel des DKV

50 Jahre Karate- Werner Buddrus erhält Goldene Ehrennadel des Deutschen Karateverbandes

 Erfolgreicher Athlet, Bremer LandestrainerKumite, A-Prüfer, Landesstilrichtungsreferent Wadokai Buchautor und wandelnde Kampfkunst Enzyklopädie. Und vor allem: Mit 70 Jahren immer noch aktiver Sportler! Seit 50 Jahren lebt Werner Buddrus  Karate. Zahlreiche Karatevereine im Elbe-Weser-Raum verdanken ihre Existenz dem Wirken des 7. Dan aus Osterholz-Scharmbeck. In Niedersachsen kennen ihn viele Sportler durch seine mehr als dreißigjährige Tätigkeit als Landeskampfrichter, für die er erst im letzten Jahr mit der Goldenen Ehrennadel  des KVN geehrt wurde.

Zu seinem Karatejubiläum wurde Werner nun eine weitere hohe Ehre zuteil: Aufgrund seiner zahlreichen Verdienste um das Karate verlieh ihm auch der Deutsche Karate Verband  die Ehrennadel in Gold! Wegen der Corona-Verordungen fand die Ehrung im bescheidenen Rahmen im Rahmen des Freilufttrainings in Gnarrenburg statt.

Zum Kampfsport kam Werner Buddrus Ende der 60 er Jahre. Zunächst trainierte er Judo, dann, ab 1970  Karate.  Im selben Jahr gründete mit einigen Gleichgesinnten den 1. Budo-Club OHZ  in dem bis heute Karate, Judo und andere japanische Kampfkünste trainiert  werden können. Bereits 1973 bestand Werner Buddrus die Prüfung zum 1.Dan  Shotokan.  „Schwarzgurt verpflichtet!“, so damals seine Devise, und so konzentrierte er sich von da an ausschließlich auf das Karate. Er trainierte bei Meistern wie Hideo Ochi, Mizuro Ashihara, Taji Kase, Song T. Park, Gilbert Gruß und anderen. Sogar Hironori Otzuka, 10 Dan Meijin, durfte er noch auf einem Lehrgang in Deutschland erleben. 1976 traf er dann auf den legendären Großmeister Teruo Kono Hanshi, 8. Dan Wado-Ryu, 8. Dan Shinto Yoshinryu Jiu Jitsu Kempo, und wurde dessen Schüler. Der charismatische Japaner, damals einer der weltweit wichtigsten Karate-Großmeister, war in der Karate-Welt geradezu gefürchtet, seinen Schülern  körperlich wie mental das Äußerste abzuverlangen. Auf einem Lehrgang auf Hawaii beispielsweise, traute  sich zunächst niemand im Gi zu erscheinen, da alle von Konos legendärer Härte gehört hätten.  Sensei Kono beeindruckte und prägte Werner Buddrus nachhaltig. Der Großmeister verkörperte wie kein zweiter Leidenschaft, Konsequenz und Selbstdisziplin. Tugenden, die sich auch Werner Buddrus zu Eigen machte. Umgekehrt erkannte Kono Werners  Einsatzbereitschaft und Liebe für das Karate, und nahm ihn daher oft als Kohai mit auf seine Lehrgänge.  Konos Karate war anders als das, was Werner Buddrus bisher kannte. Durch die Nähe zum Shinto Yoshinryu Jiu Jitsu Kempo wurden viele Partnerübungen mit Infight- Techniken, Hebeln und Würfen trainiert. Auch das Wado-typische Tai-Sabaki, das halbkreisförmige Ausweichen im letzten Moment eines Angriffs, war etwas Neues. Auf sportlicher Ebene führte Herr Kono, der selbst einige Jahre als bester Kämpfer Japans galt, Werner Buddrus zu neuen Höhen. Dabei startete Werner, wie damals oft üblich, sowohl in Kata als auch im Kumite. So wurde er von 1977-1982 unter Anderem Deutscher Kata-Mannschaftsmeister  erreichte mehrere Platzierungen im Kumite- Einzel und nahm 1977, als Mitglied von Herrn Konos Nationalauswahl, an den Wadokai-Europameisterschaften in Hamburg teil. Seit 2001 ist Werner Landesstilrichtungsreferent für die Stilrichtung Wadokai-Kono Style.

Ab 1982, Buddrus hatte inzwischen inzwischen den 3. Dan inne und galt somit  bereits als hoch graduierter Karateka, wechselte er dann komplett ins Trainerfach. Neben seiner Tätigkeit beim 1. Budo Club OHZ, gründete er die später sehr erfolgreiche  Karateabteilung des TSV Gnarrenburg, in der er bis zum heutigen Tag das Karate-Training leitet. Beide Vereine wurden zur Keimzelle für weitere Wado-Vereine im Elbe-Weser Raum.

Im Jahr 2000 dann ein weiterer Höhepunkt in Buddrus Trainerlaufbahn: Der Landesverband Bremen ernannte ihn zum Landestrainer, eine Tätigkeit die Werner Buddrus 5 Jahre lang ausübte.

Mit seinen Weggefährten, Dr. Elke von Oesen und Peter Mixa, veröffentlichte er 2004 ein Karate Lehrbuch („Karate-Training, Wettkampf, Selbstverteidigung“) und 2007 eine Lehr- DVD („Teruo Kono Wado Ryu Karate“). Sein Wissen ist inzwischen in ganz Deutschland gefragt, Buddrus unterrichtet  regelmäßig auf Lehrgängen, Bremen, Sachsen, Baden-Württemberg und selbstverständlich auch Niedersachsen, etwa beim KVN Danshakai oder beim Gnarrenburger Anwenderlehrgang. Für den gelernten Tischler ein nahezu beispielloser zeitlicher Aufwand, und ohne Unterstützung von Ehefrau Waldtraut undenkbar, die ihn seit seinen Anfängen im Karate bis heute mit viel Verständnis zur Seite steht. Überhaupt ist Karate im Hause Buddrus längst Familiensache: So ist sein Sohn Yves inzwischen  selbst  Trainer und Inhaber des 2. Dan.

Dennoch gibt es für Werner Buddrus keinen Grund, es etwa mit 70 Jahren ruhiger angehen zu lassen: Zwar hat er seine Tätigkeit als Kampfrichter im letzten Jahr aufgegeben, für das eigene Training gilt das jedoch nicht. Ständig sucht er nach neuen Erfahrungen  und arbeitet daran sein Wissen und seine Fähigkeiten zu erweitern. So ist Werner Buddrus  einer der wenigen Karateka im Deutschland, die einen 3. Dan im Kyusho-Jitsu vorweisen können. In dieser Kampfkunst, in der es um das Wissen der Anwendung der Nervendruckpunkte geht, gilt er bundesweit als Experte. Als Inhaber der DKV A- Prüfer Lizenz im Kyusho-Jitsu hält er regelmäßig Unterricht und Prüfungen in Osterholz-Scharmbeck ab, an dem jeder DKV Karateka teilnehmen kann. Darüber hinaus beschäftigt sich Werner seit Jahren mit  der Traditionellen Chinesischen Medizin, Qi Gongi, Chi-Na (chinesische Hebeltechniken) und Modern Arnis.  Zwischendurch kam dann noch zeitweise  Ju Jutsu und Iaido (die Kunst des Schwertziehens) hinzu. Wer Werner auf einem Lehrgang erlebt kann selbst feststellen, wie schnell er sein Gegenüber mit einem  Hebel unter Kontrolle bringen kann, oder wie überaus wirkungsvoll seine punktgenauen Nervendruck- Techniken sind. Dabei bleibt er stets bescheiden, großmeisterliches Gehabe ist ihm fremd. Stets freut er sich darüber, Neues zu  Erlernen und ebenso, wenn er es dann an seine Schüler weitergeben kann! Diese Neugierde ist es wahrscheinlich, die, verbunden mit stetigem Training, Werner Buddrus bis heute bemerkenswert fit und agil halten.  Seine 70 Jahre sind ihm kaum anzumerken. Lediglich die Knie haben inzwischen etwas nachgelassen, was beim Training inzwischen ein gewisses Maß an Vorsicht verlangt. Das bedeutet jedoch nicht, dass er sich nicht weiterhin neuen Herausforderungen stellt. Seit einigen Jahren beschäftigt sich Werner Buddrus mit Kobudo, der von Okinawa stammenden Kampfkunst der  traditionellen Bauernwaffen. Hier bereitet er sich gerade auf seine Prüfung zum 1. Dan vor. Das wäre dann immerhin Werners elfter Schwarzer Gürtel!

Herzlichen Glückwunsch Werner!

7. Gnarrenburger Anwender-Lehrgang

Liebe Karate Freunde,
zum mittlerweile siebten Mal richtet der TSV Gnarrenburg seinen alljährlichen Anwender-Lehrgang aus! Wir möchten Euch herzlich einladen, zusammen mit uns einen spannenden Kampfkunst-Tag zu erleben!
Wie in den Vorjahren liegen die Schwerpunkte wieder auf Kyusho-Jitsu, Kobudo und Selbstverteidigung.

Nach dem grandiosen Erfolg im Vorjahr freuen wir uns besonders, den zweifachen Kobudo-Weltmeister Dr. Hagen Walter wieder in Gnarrenburg begrüßen zu dürfen. Hagen wird sich in drei Trainingseinheiten dem Thema „Bo-Jutsu“ widmen und uns diese Stockwaffe in Grundschule, Kata und Anwendung näher bringen. Sowohl für Anfänger alsauch Fortgeschrittene also die Gelegenheit, von einem echten Könner zu lernen!
Wie in den letzten Jahren wird auch wieder eine Einheit zum Thema Kyusho-Jitsu, also der Kunst der „geheimen Nervendruckpunkte“ angeboten. Mit Werner Buddrus, 7. Dan, haben wir einen der führenden Experten für Kyusho-Jitsu im DKV als Referenten!
Unterstützt werden wird Werner hier von Marco Stelljes, 3. Dan Karate und 1. Dan Kyusho-Jitsu. Außerdem wird Werner eine Einheit zum Thema Hebeltechniken anbieten.
Olaf Seifert, 1. Dan Karate und Gewaltschutztrainer für Berufsgruppen, kommt ebenfalls bereits zum zweiten Mal nach Gnarrenburg. Bei ihm wird es weniger um die bloße Vermittlung von SV- Techniken gehen, sondern um das Verhalten bei Gefahren und
Stresssituationen. Themen also, welche auch für Kampfsportler im Ernstfall entscheidend sein können!
Jan Meinke, 3. Dan und Diplomsportlehrer, wird wie auch schon in den letzten Jahren, für ein gelungenes Aufwärmtraining mit hohem Spaßfaktor sorgen! Und wer an diesem Tag noch etwas für die Gesundheit tun möchte, der gönnt sich Jans Einheit zum Thema
Fasszientraining.
Auch den Karate-Nachwuchs haben wir nicht vergessen. Gnarrenburgs Kindertrainer Yvonne Betke und Cor Boer werden wieder Einheiten mit tollen Budo-Spielen anbieten. Für Kinder bis 12 Jahren ist der Lehrgang kostenlos!
Also, wir freuen uns auf Euch! Bis zum 2. November in Gnarrenburg!
Eure Karate Abteilung des TSV Gnarrenburg.

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https://tsv-gnarrenburg.de/wp-content/uploads/2019/09/Zeitplan-2019.pdf

Neuer Anfängerkurs 2019

Gürtelprüfung 2019

Was macht ein Karatekämpfer an einem Samstag bei 28°C? Er geht in eine warme Halle und legt seine Gürtelprüfung ab. So geschehen am 22.06.2019 beim TSV Gnarrenburg. 36 Prüflinge im Alter von 6 bis 61 Jahren stellten sich der Herausforderung.

Besonders erwähnt werden muss dabei Wilfrid Lex (Photo), der nach einer minimalen Pause von 40 Jahren zum Karate zurück fand und seinen orangen Gürtel erwerben konnte. Die Prüfung wurde von Sascha Ryll (3. Dan), Yvonne Betke (2. Dan) und Cor de Boer (1. Kyu) abgenommen. Die Trainer bewiesen dabei ebenfalls Kampfgeist, mussten sie sich von 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr auf die einzelnen Prüfungen konzentrieren. Denn jeder Teilnehmer erhielt, ob er nun bestand hatte oder nicht, ein aussagekräftiges Feedback zu seinen Techniken. Glücklicherweise konnten die meisten Karateprüfung ihre Prüfung erfolgreich ablegen. Da kann man die Sommerferien gleich mit gutem Gefühl beginnen.

Das Training für die Kinder wird am nach den Sommerferien fortgesetzt, Freitags um 15.30 Uhr in der Halle in der Hermann-Lamprecht Straße in Gnarrenburg. Die Erwachsenen treffen sich -ebenfalls nach den Ferien- wieder Dienstags und Donnerstags um 19 Uhr in der Halle am Brilliter Weg, Gnarrenburg. Kinder können ab 6 Jahren ins Training starten. Erwachsene jeden Alters sind (natürlich auch ohne Kampfsport-Vorerfahrung) herzlich willkommen.

 

Gnarrenburger Karate-Kids beim Kata-Turnier in Osterholz-Scharmbeck erfolgreich

Blitzschnelle Fußtritte, energiegeladen Fausstöße und markerschütternde Kampfschreie! Beim alljährlichen Kata-Turnier der Karate-Vereine zwischen Weser und Oste ging es wieder hochkonzentriert zur Sache! In diesem Jahr wurde das Treffen des Kampfsport-Nachwuchses vom 1. Budo Club Osterholz-Scharmbeck ausgerichtet. Ganz vorne mit dabei: der TSV Gnarrenburg, der mit 21 Kindern antrat und wieder etliche Platzierungen mit nach Hause nehmen konnte.

Nachwuchsarbeit wird in Gnarrenburg groß geschrieben und so wurde im Vorfeld fleißig trainiert. Am Ende konnten die Gnarrenburger Trainer Yvonne Betke und Cor Boer mit Recht stolz auf ihre Schützlinge sein. In allen Altersklassen, in denen die Gnarrenburger starteten, wurden auch Platzierungen erreicht! Eine Kata ist im Karate eine traditionelle Übungsform, bei der eine bestimmte Abfolge von Techniken in verschiedene Richtungen ohne Gegner ausgeführt wird. Körperbeherrschung war also gefragt, die Kampfrichter hatten im K.O. System die korrekte technischen Ausführung, Dynamik, Tempo, Körperspannung, Atmung und einen sicheren Stand zu bewerten.
Besonders erfolgreich waren die Gnarrenurger Mädchen in der Altersklasse U 12: Hier ließen Elina van Baar (Platz 1), Marielle Wintjen (Platz 2) und Ilana Busch (Platz 3) der Konkurrenz keine Chance und und standen am Ende gemeinsam auf dem Siegertreppchen!
Ebenfalls erste Plätze gingen an Lena Sophie Zeidler (U10) , Alina Katharina von Lieben (U 16) und Tristan Hashagen (U14). Zweite Plätze erreichten Ian Luis Heistermann (U10) und Ernesto Bscheidl (U16/18)
„Alle konnte ihre Trainingsleistungen trotz Nervosität gut abrufen!“, zeigte sich Yvonne Betke zufrieden. Vor allem bei den Teilnehmern, die bereits zum zweiten oder dritten Mal teilnahmen, zeigte sich deutlich, dass sie eine hohe technische Qualität in der Ausführung ihrer Kata demonstrieren konnten. Ein Umstand, welcher den jungen Karateka auch sicherlich bei den nächsten Gürtelprüfungen zugute kommen wird. Mit einer einer Gesamtzahl von 56 Startern aus fünf Vereine waren die Veranstalter mit der Beteiligung sehr zufrieden. Daher waren sich Trainer und Teilnehmer zum Schluss einig, dass diese gelungen Veranstaltung sicher auch im nächsten Jahr wieder ausgerichtet werden wird!

Neben dem TSV Gnarrenburg und dem 1. Budo-Club OHZ nahmen außerdem der TSV Bremervörde, der SV Hepstedt/Breddorf sowie der Bremer TV Eiche-Horn teil. Allen Vereinen ist gemeinsam, dass sie in direkter Tradition zum japanischen Großmeister Teruo Kono stehen, einem der international wichtigsten Karatelehrer des letzten Jahrhunderts.

Trainieren mit dem Weltmeister – Karate-Lehrgang in Gnarrenburg am 10. November 2018

Karate – das übersetzen stolze Japaner oft mit ‚leere Hand‘. Historisch kann man sicher sagen, dass sich Karate aus einem Kampfsystem entwickelte, dass aus einer Not heraus entstand: Im 15. Jahrhundert wurde den Bewohnern Okinawas (die Insel gehörte damals noch nicht zu Japan) verboten, jegliche Waffen zu tragen. Daher erfreute sich die waffenlose Kampfkunst wachsender Beliebtheit. Die Hand war ohne Waffe, also ‚leer‘.

Die Wahrheit wird so aber nicht ganz abgebildet. Denn das Waffenverbot führte nicht nur zum erwähnten waffenlosen Kampf – es führte auch zu einem Kampfsystem mit Alltagsgegenständen. So wurde nicht mit dem verbotenen Schwert gekämpft, sondern beispielsweise mit einem stabilen Stock, Dreschflegeln oder auch mit Sicheln. Diese Gegenstände finden wir auch heute noch mit den japanischen Begriffen Bo, Nunchaku oder Kama in speziellen Karatetrainings. Diese Art des Trainings bezeichnet man als Kobudo.

In dieser Disziplin wurde der Astrophysiker Dr. Hagen Walter (4. Dan Ryukyu Kobudo Tesshinkan und 4. Dan Shorin Ryu) auf Okinawa Weltmeister. 2015 erhielt er WM-Gold für seine Vorführung mit dem Sai, einem Metalldreizack. Neun Monate hatte er sich dafür vorbereitet, ein elfstündigenen Flug nach Tokyo überstanden und dann präsentierte er seine Kata – eine eingeübte Schlag- und Bewegungsfolge. Das Endergebnis war erstaunlich: Hagen Walter und sein japanischer Mitstreiter hatten exakt die gleiche Punktzahl. Doch es wurde noch besser. Nach der Stichrunde stimmten die Ergebnisse des Deutschen und des Japaners wieder überein. Sowohl die Kampfrichtern als auch die Kontrahenten mussten lächeln. Nach kurzer Beratung wurde dann beschlossen, dass beide den ersten Platz besetzen würden. Hagen Walter war Weltmeister. Übrigens teilte er uns bescheiden und kurz mit, dass er bei der Kobudo-WM 2018 in Okinawa nochmal in der Kategorie Sai gewinnen konnte!

Am 10.11.2018 kommt genau dieser Hagen Walter zum sechsten Anwenderlehrgang des TSV Gnarrenburg. Er wird persönlich die Einführung ins Kobudo leiten. Dabei werden die traditionellen Waffen Bo/Langstock, Tonfa/Schlagstock und Sai/Dreizack vorgestellt.  Auch Meister Werner Buddrus (7. Dan Wado-Ryu-Karate, 2. Dan Shotokan-Karate, 3. Dan Kyusho-Jitsu) wird wieder mit von der Partie sein. Den Erwachsenen wird zudem ermöglichst, sich mit dem Angriff auf Nervendruckpunkte, Gewaltschutztraining, einem Stresstraining und dem Bodenkampf zu beschäftigen. Yvonne Betke (2.Dan) wird für ein passendes Kindertraining sorgen.

Der Lehrgang findet am 10. November 2018 von 10 Uhr bis 16 Uhr in der Sporthalle Brilliter Weg in Gnarrenburg statt. Es wird eine Lehrgangsgebühr von 15 € erhoben. Der Lehrgang ist offen für alle Stilrichtungen und natürlich sind auch Anfänger und Zuschauer herzlich willkommen. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Teilnehmer bis 12 Jahre und Zuschauer haben freien Eintritt!

Für weitere Fragen stehen wir ihnen gerne unter folgender e-mail-Adresse zur Verfügung: wadokai.gnarrenburg@gmail.com.

Den Zeitplan für die Veranstaltung könnt ihr mit einem Klick auf den unteren Link downloaden:

https://tsv-gnarrenburg.de/wp-content/uploads/2018/08/Zeitplan-2018.pdf