Gnarrenburger Nachwuchskarateka erfolgreich beim Kata Turnier in Tarmstedt

Vor kurzem lud die Karate Abteilung des SV Eintracht Hepstedt/Breddorf nach Tamstedt zum Kata Turnier an. Diese Veranstaltung wird jedes Jahr von einem anderen Verein im Elbe Weser Raum ausgerichtet. Eingeladen waren neben Gnarrenburg der 1. Budo- Club OHZ, der TSV Bremervörde sowie der SV Nordenham. Mit 55 Teilnehmer zwischen 7 und 50 Jahren war dieses Turnier hervorragend besucht. Der TSV Gnarrenburg ging mit neun Nachwuchs- Karateka an den Start. Begleitet wurden die Gnarrenburger Nachwuchs Karateka von den Trainern Yvonne Betke, Jan Meinke, Ralf Adam und Abteilungsleiter Sascha Ryll. Mit insgesamt fünf ersten Plätzen sowie zwei zweiten und einem dritten Platz erzielten die Gnarrenburger ein hervorragendes Ergebnis und waren am Ende des Tages sogar der erfolgreichste Verein.

Katas bezeichnet in vielen japanischen Kampfkünsten eine festgelegte Abfolge von Techniken, die einen Kampf gegen imaginäre Gegner darstellen. Ein schöner Nebeneffekt: Bei dieser Art des Wettbewerbs gibt es so gut wie kein Verletzungsrisiko, was ihn besonders für Kinder und Anfänger geeignet macht. Bewertet werden die Korrekte Ausführung, Dynamik, Timing und Präzision. Besonders erfolgreich waren Lena Zeidler und Janne Stranz. Beide konnten im dritten Jahr in Folge in ihren jeweiligen Altersklassen den ersten Platz erringen. Zusammen mit Jan Beetstra konnten sie außerdem den altersübergreifenden Mannschaftswettbewerb für sich entscheiden. Erste Plätze gingen außerdem an Timon Otten und an Emil Kotza. Zweite wurden Nalina Postels und Anton Gudella. Platz drei ging an Hannah Gerdes.

Im nächsten Jahr soll diese Veranstaltung fortgesetzt werden. Gastgeber wird dann der TSV Bremervörde sein.

 


Meisterleistung im TSV Gnarrenburg- Ralf Adam trägt nun den zweiten Schwarzen Gürtel

Im Karate gilt der Schwarze Gürtel nicht als Ziel, sondern als Anfang auf dem Weg eines Meisters.  Auf dem 1. Dan  folgt der 2. Dan, zu welchem höhere technische Perfektion und ein tieferes Verständnis für das Karate gefordert wird. Ralf Adam vom TSV Gnarrenburg stellte sich vor Kurzem dieser Prüfung zum zweiten Meistergrad im Karate und ist nun Träger des 2. Dan.

Ralf Adam ist Psychologe und Psychotherapeut mit eigener Praxis. Durch sein Psychologiestudium und seiner Weitebildung zum Therapeuten hat er also eine der längsten und umfangreichsten Berufsausbildungen absolviert, die es gibt. Fleiß, Durchhaltevermögen und Fokussierung auf das Ziel sind dem 43 jährigen Gnarrenburger daher nicht fremd. Eigenschaften, die ihm auch bei der Prüfung zum zweiten Dan sehr gelegen kamen. Seine Prüfung  legte Ralf Adam in Rekordzeit ab. Erst vor zwei Jahren bestand er die Prüfung zum ersten Dan. Das bedeutet, dass er sich quasi vier Jahre lang in „Dauervorbereitung“ mit zwei bis vier Trainingseinheiten pro Woche befand. Eine ungewöhnliche Leistung, die noch dadurch hervorgehoben wird, dass er erst spät, mit Anfang Dreißig, mit dem Karatetraining angefangen hatte.  

Die Prüfung selbst dauerte 90 Minuten und fand vor einer mehrköpfigen Bundesprüfungskommission in Bremen statt. Die erste Hälfte der Prüfung bestand aus der Demonstration von Grundtechniken ohne Partner. Hierbei war sowohl Kondition als auch Konzentration gefordert, denn die Prüflinge kamen auf über1000 Wiederholungen  unterschiedlicher Schlag-, Stoß- ,Tritt-, Block- und Sprungtechniken. Alle Techniken mussten unter den strengen Blicken der Prüfer mit höchster Dynamik und stets gleicher Präzision demonstriert werden. Im zweiten Teil wurden dann die Katas, eine festgelegte Abfolge von Techniken gegen mehrere imaginäre Gegner geprüft. Hierbei kam es vor allem auf Balance, Rhythmus und Explosivität an. Zum Schluss  waren dann an den unterschiedlichen Übungen am Partner noch einmal volle Aufmerksamkeit, auf Japanisch „Zanshin“ gefordert.  Die Prüflinge hatten unter Aufwendung voller Energie, Angriffs- wie Verteidigungssituationen zu demonstrieren ohne den Übungspartner dabei zu verletzen. Eine Besonderheit in dem in Gnarrenburg betriebenen „Wadokai“ Stil: Hierbei kamen auch Fußfeger, Hebel und Wurf Techniken zur Anwendung, die es so in anderen Karate Stilen nicht gibt.

Abteilungsleiter Sascha Ryll:

    •           „Wir sind in Gnarrenburg stolz auf die seitJahren hohe Qualität unserer Karate-Trainerinnen und Trainierenden. Ralf Adam steht für diese Tradition, daher sind wir auch sehr stolz auf ihn!“

Ein paar Eindrücke unserer Karate-Abteilung 🥋

Kampkunstreffen in Gnarrenburg- Karate, Aikido, Krav Maga und mehr

Jedes Jahr trifft sich die hiesige Karateszene zum Jahresenden in Gnarrenburg zum sogenannten „Anwenderlehrgang“. Bereits zum dreizehnten Mal lud die Gnarrenburger Karateabteilung zu dieser Veranstaltung ein. 50 Teilnehmer aus neun Vereinen nahmen  teil.

Beim Gnarrenburger Anwenderlehrgang ging es, wie jedes Jahr, nicht nur um traditionelle Karate Inhalte, sondern es wurden wieder interessante Gastrainer aus anderen Kampfkünsten eingeladen.  Angeboten wurden neben Karate  daher auch spannende Einheiten zu den Themen Aikido, Krav Maga, Shiatsu und Live-KinetiK.

Bei den Karate-Einheiten wurde auf Gnarrenburger Know-How gesetzt. Trainiert wurde  vor allem in Form von Partnerübungen.   Während die Erwachsenen von Werner Buddrus, 7. Dan, Jan Meinke 4. Dan und Marco Stelljes , 3. Dan, angeleitet wurden, kümmerte sich Gnarrenburgs Spartenleiter Sascha Ryll,3. Dan, um den Karate- Nachwuchs.

Aikido ist eine japanische  Kampfkunst, bei der vor allem Block, Hebel und Wurftechniken gelehrt werden. Dabei wird die Energie des Angreifers meist in kreisförmigen Ausweichbewegungen gegen ihn selbst gelenkt. Die Gastrainer  Günter Schwentzek , 4. Dan Aikido, vom 1. Budo Club Osterholz Scharmbeck beeindruckte mit geschmeidigen und spektakulär anmutenden Demonstrationen seiner Kampfkunst.

Ungleich härter ging es beim Krav Maga zu. Krav Maga ist  ein Nahkampfsystem, welches ursprünglich für die israelische Armee entwickelt wurde. Es zielt auf schnell zu erlernende, jedoch kompromisslose Selbstverteidigung ab. Rodney  Unruh, Krav Maga Full Instructor, 3 Level, vom Krav Maga Bremen demonstrierte hierbei nicht nur Techniken, sondern vermittelte auch anschaulich die Relevanz des richtigen Mindsets in einer Bedrohungssituation. Besonderes Augenmerk legte er auf den „Aggression Point“, bei der Verteidiger von einer ruhigen und deeskalierenden Haltung schnell und explosiv in eine entschlossene Gegenangriffshaltung wechselt.

Gern gesehene Gäste waren zum wiederholten Mal Andrea Döpke(1.Dan) und ihr Partner Olaf Seifert (2.Dan) vom TSV Lohberg.  „Effektive Selbstverteidigung – Ohne Kraft zum Ziel“ war in diesem Jahr das Motto von Olaf Seifert. Er demonstrierte gezielte Techniken, mit denen einem körperlich überlegener Gegner begegnet werden kann. Ein willkommenes Kontrastprogramm hierzu bot Andrea Döpke.  Bei ihrem Programm„ Mit Shiatsu in den perfekten Tag“ zeigte Andrea Döbke wie man in Form von Partner- als auch Selbstbehandlung mittels sanften Drucks der Hände und bewusster Atmung Spannungen lösen und Energien aktivieren kann.

Das Gehirn durch ungewöhnliche  Wahrnehmungs- Kognitions- und Bewegungsaufgaben fit machen, darum ging es zum Schluss noch einmal bei Werner Buddrus.  Durch „Live Kinetik“  die Bildung neuer Synapsen anzuregen ist ein Konzept, auf das beispielsweise auch Profi-Fußballtrainer Jürgen Klopp setzt. Mit viel Spaß und Lachen hatten die Teilnehmer ungewöhnliche Aufgaben zu bewältigen, etwa zwei Walnüsse in die Luft zu werfen um sie mit gekreuzten Armen wiederaufzufangen. Während manch Teilnehmer immer wieder scheiterte, demonstrierte Großmeister Buddrus mit seinen mittlerweile 75 Jahren immer wieder, wie es richtig geht.

Am Ende gab es von den Teilnehmern durchweg positives Feedback. Einer Weiterführung in 2026 steht somit nichts im Wege.

 

Trainingsfleiß wird belohnt

Karate-Gürtelprüfung beim TSV Gnarrenburg- 15 Teilnehmer stellen sich den Aufgaben

Eine Prüfung zur nächsten Gürtelfarbe ist für jeden Karateka etwas Besonderes. Mehrere Monate wird für eine solche Prüfung trainiert und sich sorgfältig vorbereitet. Vor Kurzem wurde beim TSV Gnarrenburg eine solche Gürtelprüfung durchgeführt. Insgesamt traten 15, überwiegend jugendliche Sportler an, um ihre vom  kompetenten Gnarrenburger Trainerteam um Großmeister Werner Buddrus (7. Dan),  Jan Meinke (4. Dan), Yvonne Betke (2. Dan) und Cor Boer (1. Kyu), vermittelten Fähigkeiten  zu den jeweiligen Gürtelfarben unter Beweis zu stellen. Abgenommen wurde diese Prüfung vom Gnarrenburger Spartenleiter Sascha Ryll (3.Dan).

Die motorischen als auch kognitiven Anforderungen waren, je nach Höhe des angestrebten Gürtelgrades, durchaus anspruchsvoll! Demonstriert werden mussten Techniken wie Schläge, Blöcke und Tritte, aber auch Hebel, Fußfeger und Wurftechniken. Hinzu kamen außerdem unterschiedlich komplexe Technikkombinationen und festgelegte als auch freie Übungen am Partner.

Die umfangreichste und anspruchsvollste  Prüfung hatte an diesem Tag Lena Zeidler zu bewältigen. Die 15 jährige bestand die Prüfung zum braunen Gürtel.

Besonderes Lob erhielt an diesem Tag Daniel Bonge, der mit 52 Jahren der älteste Teilnehmer war und die Prüfung zum orangenen Gürtel bestand. Daniel kam über seinen Sohn Janne zum Karate. „Ich hatte schon immer Interesse, einen Kampsport zu erlernen.“, so Daniel Bonge. Und da der dreizehnjährige Sohn inzwischen auch beim Erwachsenen-Training des TSV mitmachen darf, hat sich Daniel Bonge entschieden, mit ihm gemeinsam zum Training zu gehen. Was Karate angeht hat allerdings der Sohn die größere Erfahrung gegenüber dem Vater und ist der höher graduierte Karateka. Janne bestand die Prüfung zum violetten Gürtel.  Insgesamt hatten bestanden zum Gelbgurt: Mattes Albers, Nalina Postels, Lukas Gerken. Zum Orangegurt: Emil Kotza, Felix Taege, Timon Otten, Anton Gudella , daniel Bonge. Zum Grüngurt: Hannah Gerdes. Zum Blaugurt: Lasse Pragmann. Zum Violettgurt: Tom Pragmann , Janne Stranz und Jan Beetstra. Zum Braungurt: Lena Zeidler.

Karate Anwenderlehrgang am 08.11.25

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Karate Abteilung des TSV Gnarrenburg sucht Nachwuchs

Konzentriert stehen sich  der 12jährige Lasse und der gleichaltrige Janne  in einer tiefen Kampfhaltung gegenüber. Beide tragen einen weißen Karate-Anzug mit einem grünen bzw. blauen Gürteln um die Hüfte.  Plötzlich greift Lasse Janne mit einem geraden Fußtritt an. Janne blockt das Bein mit dem linken Arm, dreht sich einmal um die eigene Achse und fegt dabei Lasses vorderes Bein, sodass dieser auf den Rücken landet.  Lasse grinst. Nichts weiter passiert. Denn wie man hinfällt ohne sich weh zu tun, dass hat er gelernt. Beim nächsten Mal darf er seinem Partner das Bein wegfegen. Die zehnjährige Hinke trägt einen grünen Gürtel, Hannah, neun Jahre alt, einen orangenen Gürtel. Beide führen schnelle und präzise Fußtritte an die Seite des Kopfes der jeweils anderen aus, die sie nur Zentimeter davor abstoppen. Tom und Jan, ebenfalls 12 Jahre und mit einem blauen Gürtel gekleidet, versuchen sich jeweils an einem knapp 1cm dicken Fichtenholzbrett. Tom kickt es mit einem Fußtritt durch, Jan zerschlägt es mit einer Hammerfaust. Die sechs Kinder trainieren seit mehreren Jahren Karate beim TSV Gnarrenburg. Die bunten Gürtel zeigen ihren jeweiligen  Kenntnisstand  an. Je dunkler die Farbe, desto mehr haben sie bereits im Karate erlernt. Beim TSV Gnarrenburg startet aktuell ein neuer Anfängerkurs für Kinder, und  diese sechs Nachwuchskampfsportler stehen stellvertretend dafür,  was man hier im Karate lernen kann. Asiatischer Kampfsport  wie Karate ist inzwischen weit verbreitet und wird auch in unserem Landkreis in vielen Städten und Gemeinden angeboten. Eltern, die ihre Kinder zum Training schicken, assoziieren Karate dabei gerne mit der Vermittlung fernöstlicher Tugenden wie Konzentration, Disziplin und Respekt. Gleichzeitig scheinen heutzutage aber immer mehr Kinder Probleme mit der allgemeinen Konzentration und Koordination zu haben. Das beobachten Gnarrenburgs Kindertrainer Yvonne Betke und Cor Boer. Trainingsanweisungen aufmerksam zu folgen falle immer mehr Kindern schwer. Und galt es beispielsweise in früheren Jahren als normal, dass sich ein neunjähriges Kind die Schuhe, oder eben einen Karate-Gürtel, binden kann, so sei das heute offenbar nicht mehr der Fall. Eltern schickten ihre Kinder nicht selten mit der Erwartung zum Karate, dass  das Training  vorhandene Defizite auffangen könnte. Eine Erwartungshaltung, bei die erfahrenen Trainer nur bedingt mitgehen. „Die Verweildauer beim Karate liegt  bei den Kindern im Durschnitt bei zwei Jahren. Bei einmal pro Woche Training darf man hier keine Wunder erwarten.“, so Yvonne Betke Aber: „Karate kann definitiv eine positive Entwicklung bei Kindern unterstützen!“ Eine Beobachtung, die beide Trainer in ihrer Tätigkeit immer wieder bestätige. „Das Karate Training ist sehr ganzheitlich und fördert  Koordination, Beweglichkeit, Kraft,  Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit.“ Lasse, Janne, Tom und Jan beispielsweise, sind hier gute Beispiele. Sie gehören zu den besonders fleißigen Karate-Schülern und dürfen bereits abends zusammen mit den „großen“ Erwachsenen trainieren. Das bedeutet für sie, dass es bis zu dreimal pro Woche zum Training geht. Hier werden sie noch einmal deutlich mehr gefordert, als beim Kindertraining am Freitagnachmittag. „Das ist schon ziemlich anstrengend,“ so Yvonne Betke. „Es hängt also auch ein wenig davon ab, was man selber daraus macht.“! Ihr ist  aber vor allem eines wichtig: „Das die Kinder Spaß haben, beim Training“. Neben den klassischen Trainingsinhalten wird das Kinder-Training daher mit vielen spielerischen Elementen aufgepeppt. „Alles wird möglichst kindgerecht gestaltet.“, so Yvonne Betke .
<span;>Wer Karate kennen lernen möchte, der ist herzlich eingeladen zu einem Probetraining vorbei kommen. Dieses Angebot des TSV Gnarrenburg richtet sich an alle Kinder ab sieben Jahren. Das Training findet immer jeweils freitags, 15.30 – 17.00 Uhr in der Turnhalle am Kreisel statt.  Zu Beginn reicht einfache Sportkleidung, eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Der monatliche Beitrag liegt bei 5.50 Euro, die Mitgliedschaft ist zum Monatsende jederzeit kündbar.

***Karate-Anfängerkurs für Kinder ab sieben Jahren***

Ab sofort, freitags, 15.30-17.00 Uhr, Turnhalle am Kreisel, Gnarrenburg. Beitragssatz: 5,50 € im Monat, zum Monatsende jederzeit kündbar!

 

***Anwenderlehegang der Karate-Abteilung***

Am 23. November richten wir wieder unseren Anwenderlehrgang aus. Themen sind diesmal Karate, Kyusho-Jitsu, Kobudo und Selbstverteidigung. Für Karate- und Kampfsportfans also wieder eine interessante Mischung, die es auf einem einzigen Lehrgang selten zu erleben gibt Mit Werner Buddrus, 7. Dan Karate, 4. Dan Kyusho-Jitsu und 1. Dan Kobudo und direkter Schüler des legendären Teruo Kono Hanshi, 8. Dan, haben wir außerdem DEN Kampfkunstexperten schlechthin am Start!

 

Außerdem gibt es wieder extra Trainingseinheiten für Kids mit Budo-Spielen und Bewegungsparcours. Wie immer sind Kinder bis zwölf umsonst!

 

Was haben Karate und Psychotherapie gemeinsam?

Karate und Psychotherapie- wie passt das zusammen? Laut dem Psychologen und Psychotherapeuten Ralf Adam sehr gut! Der Gnarrenburger hat vor kurzem einen  Meilenstein auf dem Weg eines jeden Karateka bezwungen: Er bestand die Prüfung zum 1. Dan, dem Schwarzen Gürtel!

Als Psychologe entdeckt Ralf Adam zwischen seinem Sport und seinem Beruf immer wieder interessante Gemeinsamkeiten.

Bevor Ralf Adam vor zehn Jahren mit dem Karate-Training beim TSV Gnarrenburg begann interessierte er sich bereits für fernöstliche Weisheiten und Sinnsprüche. Über diesen eher philosophischen Zugang kam er zunächst in Kontakt mit Kendo, dem japanischen Schwertfechten. Nach einigen berufsbedingten Umzügen landete er schließlich in Gnarrenburg und trainierte fortan „den Weg der leeren Hand“ , sprich Karate. Als Psychotherapeut ist Ralf Adam  davon überzeugt, dass gerade Karate ein Sport ist, der mehr zur mentalen Gesundheit beitragen könne, als andere Sportarten.

Es geht auch um Konfrontation und Grenzen

„Im Karate versuchen wir verschiedene Bereiche in Einklang zu bringen: Muskelspannung, Muskelentspannung, Schritt, Schlag, Atmung. In der Therapie versuchen wir Denken, Verhalten, Fühlen und Wahrnehmung in Einklang zu bringen. Im Karate überwinden wir uns, lernen Grenzen kennen. In der Therapie ist es genauso. Wir wenden uns unangenehmen Themen zu, konfrontieren uns mit ihnen und suchen einen Umgang. Wir stellen uns selbst!“   Karate ist für ihn daher ein guter Weg zum inneren Wachstum. „Gerade auch Menschen mit Ängsten, Depressionen, Zwängen, Impulskontrollstörungen oder ähnlichem können vom Karate Training profitieren.“

Fokussierung im Hier und Jetzt

<span;>Bewegung und Gruppenaktivitäten seien generell gut für die psychische Gesundheit. Aber sich einfach nur „auspowern“ könne man sich auch in anderen Sportarten. Was das Karate hervorhebe, sei aber das hohe Maß an Konzentration, welches man im Training aufbringen müsse. Sei es bei Kampf-Übungen am Partner oder beim zigtausendsten Wiederholen von einzelnen Techniken ohne Partner. Diese Fokussierung im Hier und Jetzt, das Loslassen von Gedanken sei es, die ängstlichen und negativen Gefühlen entgegen wirken könnten.  Diese Erfahrungen macht Ralf Adam auch persönlich. Es ist ihm wichtig, ein Gegengewicht zu seinem anspruchsvollen Beruf als Psychotherapeut zu haben. „So kann ich mich beim Karate bewegen,  mich auf mich selbst zu konzentrieren und die Gedanken besser abschalten! Durch das Lernen von Bewegungsabläufen, Strategien und Anwendungsoptionen in der Selbstverteidigung möchte ich aber auch  mental fit bleiben. Mir ist wichtig, dass ich mich immer wieder neu fokussiere, das ich immer wieder in den jetzigen Moment komme.“  Ein weiterer wichtiger Grund Karate zu betreiben ist auch die körperlichen Herausforderungen, die das Training immer wieder mit sich bringt. Für Ralf Adam gilt: Je durchgeschwitzter er nach dem Training ist, desto zufriedener ist er am Ende des Tages. „Es ist mir wichtig, mich körperlich gesund zu halten. Ich erhoffe mir von der Muskelkräftigung, den Koordinationsübungen sowie dem Dehnen, dass ich noch lange leistungsfähig bleibe.“  Eine Leistungsfähigkeit, die Ralf Adam auch bei seiner Prüfung zum Schwarzgurt unter Beweis stellen musste. Zwei Jahre Vorbereitungszeit und zwei Monate Intensivtraining gingen der Prüfung voraus. „Ich wusste, dass ich von meinen Trainern in Gnarrenburg gut vorbereitet war.“ Die Prüfung zum ersten Dan stellt für Ralf Adam den vorläufigen Höhepunkt seiner Entwicklung als Karateka dar. Dieses persönliche Ziel erreicht zu haben, erfülle ihn mit Zufriedenheit. Ralf Adam wird weiter trainieren, seine nächste Gürtelprüfung zum 2. Dan stünde dann in frühestens zwei Jahren wieder an. Mit seiner engagierten und respektvollen Art will er auch seine Erfahrungen an nachfolgende Karatekas weiter geben. Auch hier zieht er wieder Prallelen zwischen seinem Sport und seinem Beruf als Therapeut:  „Je länger ich arbeite, desto hilfreichere Strategien lerne ich kennen. Und desto mehr erfahre ich über das Leben. So sehe ich auch die Rolle fortgeschrittener Karateka. Sie vermitteln ihr Wissen und bleiben gleichzeitig immer die Schüler.“

„Beim TSV Gnarrenburg wird Karate für alle Altersgruppen ab sieben Jahren angeboten. Anfänger sind jederzeit herzlich willkommen“, betont der verein. Nähere Infos gibt es unter tsv-gnarrenburg.de oder bei Spartenleiter Sascha Ryll unter 0176- 32539154