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„Der Vereinssport ist im Wandel“

Jahreshauptversammlung: TSV Gnarrenburg hält Rückschau und blickt in die Zukunft–Vorstand wieder komplett besetzt

Der Vorsitzende des TSV Gnarrenburg, Helmut Riggers, hat am Freitagabend einen nachdenklich stimmenden Jahresbericht gehalten.Übungsleiter sind immer schwerer zu finden, Ganztagsunterricht erschwert die Sportangebote für Kinderund die 30-bis 50-Jährigen gehen oft lieber ins Fitnessstudio. Dennoch blickt der TSV optimistisch in die Zukunft. Nicht zuletzt, weil alle Vorstandsämter wieder besetzt sind.

„Der Vereinssport ist im Wandel. Wir müssen unsere Möglichkeiten noch besser darstellen und vor allem auch sichtbar machen, nach neuen Sportmöglichkeiten sehen, ohne gleich alles auf den Kopf zu stellen und jeden Trend gleich mitzumachen“, erklärte Helmut Riggers während der Jahreshauptversammlung. Der TSV Gnarrenburg bietet aktuell ein breitgefächertes Angebot in 14 Sparten an. Die Spartenleiter berichteten ausführlich über die Aktivitäten im vergangenen Jahr. Besonders erfolgreich hat sich die Dart-Abteilung entwickelt. Vor drei Jahren mit sieben Spielern gestartet, sind inzwischen 28 Leute aktive Spieler. „Wir werden wohl demnächst eine vierte Mannschaft bilden können“, erklärte Obmann Kevin Wrieden begeistert. Positives gab es auch über den Badminton- und den Karate Nachwuchs zu berichten. Das Badminton-Schülerteam ist seit drei Jahren in seiner Spielklasse ungeschlagen. In den Karate-Anfängerkursen gab es eine sehr gute Beteiligung. Am Seminar mit dem Karate-Meister Dr. Hagen Walter nahmen 90 junge und ältere Karatekas teil. In der Leichtathletik-Abteilung gab es zahlreiche sehr gute Platzierungen im Bezirk, Land und auf Nordeutschland-Ebene. Der Wandel im Vereinssport macht sich besonders in der Kegel-Abteilung bemerkbar. Die Kegler plagen zunehmend personelle Sorgen, sodass die zweite Mannschaft bereits vom Punktspielbetrieb abgemeldet werden musste.
Die Fußballabteilung erholt sich gerade nach herben Rückschlägen etwas. Stieg doch die erste Herrenmannschaft aus der Kreisliga ab und auch die Spiele in der 1.Kreisklasse Nord laufen noch durchwachsen. Das TSV S40-Team ist erfolgreicher und belegt derzeit den 2. Platz. Das zweite Herrenteam ist in der 3. Kreisklasse auf dem 9.Platz. Die Volleyball-Damen belegen in der Oberliga II derzeit einen Rang im oberen Drittel. Die Spielerinnen sind zwischen 19 und 50 Jahre alt und verstehen sich bestens. Abteilungsleiter Horst Wrissenberg warb für das „Jeder-kann mit machen-Angebot“, bei dem freitags auch Volleyball-Anfänger immer willkommen sind. Die Bossel-Abteilung startet demnächst ein Familientraining. So sollen auch mehr Kinder und Jugendliche für diesen Sport begeistert werden. Der Lauftreff freut sich schon auf den Sommerzeit-Lauf am 7. April. Die Strecke wurde kürzlich offiziell vermessen, somit können die Ergebnisse auch in Bestenlisten einfließen. Auf 60 Veranstaltungen im Jahr bringt es die Freizeitsport-Gruppe des TSV. Radfahren, Wandern und Schwimmen stehen hier auf dem Programm. Der Altersschnitt beträgt in der 25 Mitglieder starken Gruppe 75 Jahre. Norbert Kleinschmidt hielt einen launigen Jahresbericht über die Schachabteilung in der Spielgemeinschaft mit dem Bremervörder SC. Sorge bereite der fehlenden Nachwuchs bei den Jugendlichen. Kassenwart Karsten Burmester berichtete über einen positiven Kassenbestand. Nur die Anschaffung eines neuen Rasenmähers im Wert von 23500 Euro bereitet Sorgen. Hierfür musste ein Kredit in Höhe von 13500 Euro aufgenommen werden. Beim Tagesordnungspunkt Wahlen gab es keine Probleme. Fast alle Ämter konnten durch Wiederwahl besetzt werden. Für den vakanten Posten des Schriftwartes fand sich ein Kandidat. Marco Wellbrock wurde einstimmig gewählt. Er konnte am Freitag nicht an der Versammlung teilnehmen. Martin Kaliebe ist der neue Kassenprüfer. (BRV-Zeitung / Birgit Pape)

Seit 25 Jahren leitet Volker Werner (rechts) die Badminton-Abteilung des TSV Gnarrenburg. Dafür erhielt er von seinem Stellvertreter Axel Renken ein Geschenk und ein großes Dankeschön.

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